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Hochschulerkundung

Jetzt bin ich den dritten Tag in der Uni-Erkundung und ich muss sagen, es macht echt Spaß, so hätte ich nicht gedacht. Mit R. hat es zwar einmal kurz fast Krach gegeben, aber zum Glück hat sich das dann doch geklärt. Das wäre schon i-wie doof gewesen, vorallem, weil wir noch die restliche und dann noch eine Woche zusammen verbringen müssen. Außer natürlich, wir ändern spontan unsere Pläne, womit ich kein Problem hätte. Aber blöd wäre es schon, weil für die zweite Woche die Jugendherberge schon organisiert ist. Ich hoffe, meine Eltern bezahlen sie mir, aber ich glaube, das haben sie eh gesagt. Wäre zumindest cool. Wir machen's uns jedenfalls ganz gechillt, mein Cousin hat uns die Uni gezeigt und jetzt gehen wir einfach in irgendwelche Vorlesungen rein, die uns Spaß machen und schreiben auch mit, wie die anderen Studenten. Ist ne gute Möglichkeit, um wach zu bleiben. Bis jetzt haben wir allerdings keinen Prof. erwischt, bei dem man einschläft, echt ziemlich gut. Aber das kann ja noch kommen und dann ist es besser, wenn man irgendewas hat, um sich wachzuhalten. Was allerdings eine wesentliche Erleichterung ist, ist, dass man sich aussuchen kann, was man lernen, also studieren will und somit auch (meistens) in die Vorlesungen geht, die einem Spaß machen, bzw. wo einen das Thema interessiert. R. und ich glauben, das ist das größte Problem der Schule und die größte Barriere: Täglich durch all die Fächer durchzumüssen, die man nicht leiden kann und sich immer wieder umzustellen. Das zerrt unglaublich an den Nerven und verdirbt einem am Ende sogar den Spaß an den Fächern, die einen eigentlich interessieren - weil irgendwann alles zu einem fetten Einheitsbrei verschwimmt und du vor lauter verschiedenem Zeug nicht mehr weißt, was wohin gehört. Wenn sie dann in der Schule immer labern, Studium sei viel schwieriger, wir sollten uns mal auf was gefasst machen, dann sag ich: Mag sein, weil man sich haufenweise Bücher und Texte reinziehen muss und ziemlich viel Zeug lernen muss und alles selbstständig machen muss, keiner kaut einem das Zeug mehr vor. Aber grade Letzeres ist ja das Angenehme. Da kann man auch mal selber aktiv werden, anstatt dass einem die ganze Zeit der Arsch hinterhergetragen wird. Klar, später im Studium werde ich sagen, das war doch alles ganz angenehm in der Schule und ich will das zurück. Ich kenn das alles, dieses Phänomen, dass man immer das will, was man grade nicht hat. Und bekommt man das eine, war das andere doch besser. Die Engländer sagen dazu: "The grass is always greener on the other side." Ganz genauso ist es. Aber ich denk trotzdem kann ich bzw. können wir alle differenzieren und werden irgendwann wissen, was für uns das Beste war. Im Moment gefällt es mir jedenfalls verdammt gut an der Uni, will gar nicht mehr zurück in die Schule. Von mir aus fange ich auch auf der Stelle an zu pauken, wenn ich dafür den ganzen anderen Kram weglassen darf und vorallem nicht diesen hirnverbrannten Bericht schreiben muss. Die Hälfte der Informationen, die man da reinpacken muss, kann man aus dem Internet ziehen und unsere Erlebnisse und was wir für die Erkundung daraus ziehen, is ja wohl mal völlig egal. Klar, sollen wir jetzt nicht schreiben, wie wir uns bei allen möglichen Situationen gefühlt haben oder wie oft wir von unserer Pizza abgebissen haben. Aber meiner Meinung nach gehört das in einen Bericht. Andernfalls kann ich auch ein Referat über die Universität als Einrichtung schreiben, kein Problem. Dann müsste ich wahrs. auch Studenten und Professoren interviewen und das kann ich auch zuhause, dazu muss ich in keine fremden Städte. Was solls, R. und ich haben uns heute und gestern ausführlich darüber geärgert, deswegen müssen wir das Scheißding aber trotzdem machen. R. sagt zu mir, sie "bockt" und weiß nicht, warum. Ich denk mir, das ist doch ganz normal und vor allem mal gesund. Langsam reichts mal damit, dass man alles Mögliche aufgezwungen und vorgeschrieben kriegt, obwohl man angeblich erwachsen ist. Egal, die Uni-Erkundung an sich macht jedenfalls Spaß. Und ich glaub, hilfreich ist sie auch. So lernt man das Studentenleben zumindest zu einem kleinen Teil kennen und ich glaube, es ist im Großen und Ganzen ganz schön. Wir werden sehen, wie das mal wird später, erstmal muss ich noch die 12. zu Ende machen, mich dann durchs Abi quälen und dann wahrscheinlich FSJ, um zu wissen, ob der Beruf überhaupt das Richtige für mich ist. Aber wenn ja, tja dann, denke ich, kommt das Studium. Bin gespannt, wie das alles wird. Drückt uns allen die Daumen, dass wir's schaffen!

19.1.11 17:54

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