Bakura

Erst die, die von der Norm abweichen, machen die Welt besonders
 

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Der weitere Verlauf

Tja liebe Leute,   

ihr habt euch wahrscheinlich inzwischen gefragt, ob dieses Blog überhaupt noch existent ist und ehrlich gesagt habe ich das auch. Ich hatte lange keine Lust zu schreiben, dann wieder viel Stress und keine Zeit und dann ist etwas so Schlimmes passiert, dass ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt je wieder schreiben könnte - das bezieht sich auf alles, Geschichten, Gedichte, Songtexte usw. Glücklicherweise ging es dann doch sofort wieder, wenn auch erstmal ein bisschen schleppend. Jetzt, eineinhalb Monate später denke ich, ohne das Schreiben würde ich wahrscheinlich kaputtgehen. Am liebsten würde ich mir ein richtig düsteres Blog mit viel schwarz und dunkelblau anschaffen, in dem ich nur noch schreibe, wie schlecht es mir geht und dass ich mich frage, warum das Böse immer die Oberhand gewinnen muss in unserer Welt. Zusätzlich würde ich wohl noch traurige Gedichte zu hauf reinstellen, von denen jedes dritte unterschwellig von Selbstmord handelt (obwohl ich da natürlich keineswegs dran denke!). 

Aber das würde auf die Dauer keinen Spaß machen und auch irgendwie nicht passen. Denn es stimmt ja nicht. Es geht mir ja nicht dauernd schlecht, es ist ja nicht alles scheiße und ich bin auch nicht der Meinung, dass immer das Schlechte, das Böse überwiegt. Das, was passiert ist, ist scheiße, richtig scheiße, aber nicht die Welt. Das Böse erkennt man nicht, es lauert im Verborgenen und oft genug müssen Unschuldige darunter leiden - meistens sind es noch diejenigen, die sich am meisten und von herzen bemüht haben, Gutes zu tun. Aber es macht nicht den Großteil der Menschheit aus. Wir alle sind zu einem Teil gut, zum anderen böse, aber es gibt so viele Graustufen dazwischen und zum allergrößten Teil können wir selbst entscheiden, was wir aus uns und unserem Charakter machen. Es mag sein, dass wir schon früh schlecht behandelt wurden oder aber einer psychischen Krankheit anheim gefallen sind, sodass es das Böse in uns nach außen kehrt. Es gibt aber, solange man psychisch gesund ist (und vielleicht auch, wenn nicht), noch immer die Möglichkeit, umzukehren und einen anderen Weg einzuschlagen. Wir können uns dazu Hilfe holen, oft müssen wir das sogar, doch prinzipiell haben wir es selbst in der Hand.   

Was passiert ist, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, auch, wenn ich es mir jeden Tag wünsche. Und wahrscheinlich nicht nur ich. Aber ich bin nicht ständig traurig und niedergeschlagen, ich bin nicht ständig am Weinen und von negativen Gefühlen geplagt. Im Gegenteil, es geht mir gut. Ich freue mich, dass der Frühling kommt, ich freue mich, dass ich Freunde habe, die mich unterstützen und an mich denken, ich freue mich, dass auch ich hin und wieder etwas für diese Freunde tun kann, ich freue mich, dass es André in seiner Ausbildung so gut geht, ich freue mich, einen so guten Freund in seiner Ausbildungsklasse gefunden zu haben und ich freue mich, einen so lieben Partner wie André zu haben. Natürlich freue ich mich über den starken Zusammenhalt unserer Familie, dass ich mich mit meinem Bruder endlich verstehe, was auch lange genug gedauert hat und dass es meiner Mutter trotz allem gut geht. Heute hab ich Klausur geschrieben und glaube, dass es gut lief. Bei dem Literaturwettbewerb hab ich nichts gewonnen. Mein Text war dann doch tatsächlich zu lang, also hab ich ihn gekürzt. Dadurch ging aber leider auch ziemlich die Lebendigkeit der Geschichte verloren und so war sie wohl nicht mehr so gut. Aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen. Bin im Moment dabei, eine sehr lange Geschichte (könnte man schon fast als Roman bezeichnen) fertigzuschreiben und es macht wirklich Spaß. Gerade backt H. gerade einen wundervollen Kuchen für uns alle hier in der WG Freu mich schon drauf, lecker!  

Deshalb mache ich also einen Kompromiss. Dieses Blog bleibt bestehen, aber hier werden ab jetzt hauptsächlich Texte von mir veröffentlicht, also Gedichte oder Songtexte, vielleicht auch mal Kurzgeschichten, wie auch immer. Können auch mal traurige dabei sein, das wird wohl sehr oft so sein, aber das sehen wir mal. Es ist, denk ich, das Beste. Über das, was passiert ist, kann ich wohl sprechen, aber das geht das Internet nichts an. Und ansonsten müsste ich hier ständig um den heißen Brei herumreden (oder heißt es herumschreiben?*dumm frag*)   

Wie gesagt, wir werden sehen, wann das nächste Mal was kommt, weil ich auch mit Abi-Prüfungen beschäftigt bin, die jetzt dann anstehen und ansonsten mit meiner Geschichte, da weiß ich nicht, wann ich mal wieder was Lyrisches zustande bringe. Aber ihr könnt euch zumindest mal drauf einstellen.

Bis bald, haltet die Ohren steif!

1 Kommentar 29.2.12 16:10, kommentieren

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Storyteller on tour

So, nachdem ich schon gar nicht mehr dran geglaubt hab, ist doch vorgestern meine Kurzgeschichte für den Wettbewerb fertig geworden. Wenn man es ne Kurzgeschichte nennen kann, sind mit Schriftgröße 14 56 Seiten geworden. Aber was solls, es waren ja Texte aller Art gefragt, also wird das schon passen. Hab das Ding gestern auch verschickt und heute noch auch nochmal, weil ich keine Reaktion darauf erhalten habe. Das muss ja nichts heißen, man sollte den Beitrag unter einem bestimmten Betreff verschicken und womöglich haben sie sich die Mails mit besagtem Betreff gar nicht genau angeguckt, sondern einfach nur die Anlagen runtergezogen. Trotzdem, jetzt müsste das eigentlich da sein, hoffe ich zumindest, denn heute ist Einsendeschluss. Falls alles fehlerfrei angekommen ist, bin ich mal gespannt, wie das Ding so ankommt. Ich hoffe ja einfach nur, dass ich in die Top Ten komme, denn es ist, laut der Mail, die André mir weitergeleitet hat, eine Veröffentlichung der zehn besten Beiträge geplant. Wenn das also veröffentlicht wird, würde mir das eigentlich sogar schon reichen und würde mich auch sehr freuen. Auch, wenn man auf den ersten drei Plätzen Geld gewinnen kann. Aber trotzdem stelle ich mich mal lieber drauf ein, nie wieder was von den Leuten zu hören, denn das ist eben doch wahrscheinlicher. Wie dem auch sei, man kann es ja immer mal versuchen und auch, wenn das jetzt nichts richtiges werden sollte, werd ich nicht aufgeben, weiter schreiben und irgendwann versuchen, etwas davon zu veröffentlichen. Das wäre geil, wenn das klappen würde.

1 Kommentar 30.6.11 18:14, kommentieren

Meine Kreativität hat mich im Stich gelassen

...dabei bräuchte ich sie gerade jetzt so dringend!   Hallo Welt. Bin back aus meinen wohlverdienten Osterferien, die endgeil waren und hab schon jetzt keinen Bock mehr. Ich muss ne Hausarbeit fertigmachen, die ich eig heute hätte abgeben sollen, aber der Lehrer hat uns nochmal zwei Tage Schonfrist gegeben. Also am Mittwoch. Aber ich bin immer noch erst auf der zweiten Seite und mir fällt nix ein, es ist echt zum Kotzen! Eigentlich schreib ich so gerne, deswegen verstehe ich das nicht. Hab gedacht, das mach ich mit Links und was ist? Gut, man muss dazu sagen, dass ich mich gerade so scheiße fühle, dass ich nicht schreiben kann, egal, ob an einer meiner Stories oder an so nem Schulkram. Fühl mich einfach nur mies. Aber komischerweise ist mir dazu auch in den Ferien nix eingefallen, wo ich alle Zeit der Welt gehabt hätte und wo's mir richtig gut ging. Blöder Mist, wenn ich das bis Mittwoch nicht hab, krieg ich 0 Punkte und das in Sowi (=Sozialwissenschaften). Ist normalerweise mein bestes Fach. Aber bei dem Thema hakt's. Und mein Gott, ich bin müde, ich will ins Bett, aber irgendwie auch wieder nicht, denn wenn ich aufwache, ist wieder ein düsterer Schultag da, an dem ich mich mit der Scheiße rumquälen darf. Der Tag wird zwar höchstwahrscheinlich ziemlich schön werden nach der Schule, aber trotzdem werd ich wohl immer noch im Hinterkopf haben. "Ich schaffs nicht, ich krieg 0 Punkte, ich bin ein Loser!" Oh Mann, was bin ich doch für'n Weichei.  

Nun gut, das war das Wort zum Montag, ich versuchs jetzt weiter mit der Hausarbeit, denn ich will keine 0 Punkte! Hoffe, es folgen demnächst erfreulichere Beiträge

4 Kommentare 2.5.11 23:33, kommentieren

Ready

So, jetzt hab ich endlich die gesamte erste Staffel von Yu-Gi-Oh durchgeglotzt und hab so ne Birne, aber es hat sich gelohnt. Ist halt irgendwie doch ne geile Serie (wär ja auch seltsam, wenn ich das nicht finden würde). Sogar das Spiel fang ich langsam an zu checken, aber für solche Karten Geld auszugeben, da hab ich dann doch keinen Bock drauf. Vor allem wüsste ich niemanden, der mit mir spielen würde.  

Doch, ist schon ne coole Sache, besonders wegen dem ganzen psychologischen Kram, der da vorkommt. Das einzige was nervt, ist die verbogene Logik in der Geschichte. Wieso sollen zwei beste Freunde keine Freunde mehr sein, wenn sie gegeneinander Karten spielen? Okay, es war das Endspiel des Turniers und ging um viel Geld, aber dem einen war das Geld eh nicht wichtig und der andere hat es für eine gute Sache gebraucht. Ist doch behämmert. Aber gut, das gehört wahrscheinlich zu Animes dazu, stört ja auch nicht sonderlich. Jetzt muss ich aber leider auch bisschen was für die Schule machen, sonst steh ich nächste Woche saudumm da. Bis bald

1 Kommentar 6.4.11 22:11, kommentieren

Immer wieder Fukushima...

...denn, wie das Motto der Demo, auf der ich gestern war, so schön lautete: Fukushima ist überall! So etwas kann überall passieren, da können mir die Politiker noch so oft erzählen, dass unsere AKWs sicher sind. Die Demo war klasse, es wurde zwar auch richtig gebrüllt, aber keine Schimpfwörter oder Hasstiraden, sondern eigentlich nur die berühmt-berüchtigte Parole: ABSCHALTEN! Und einige, darunter ich, haben gemerkt, dass sie keine Kondition haben Aber es hat sich herausgestellt, dass es wie beim Sport ist: Wenn man erstmal richtig dabei ist, ist es nicht mehr so anstrengend und man kann es noch mindestens eine halbe Stunde bis Stunde so weitermachen, ohne, dass man müde wird. Das ist eben Ausdauersport und ich hab das vorallem beim Joggen oder Schwimmen gemerkt.

Das Problem beim Brüllen ist nur, dass einem irgendwann die Stimme wegbleibt, aber dann macht man kurz Pause und es geht wieder Was ich besonders toll fand, war, dass auch gesungen wurde. Dazu haben die Demoleiter und auch ein paar andere einige Lieder umgedichtet und eine von den Demoleitern hat mit der Querflöte dazu gespielt - ziemlich gut sogar. Klingt alles Weichei-mäßig, find ich aber irgendwie genau richtig. Denn auch, wenn wir scheißwütend und hilflos und traurig sind, was hilft es uns, gegen die Politiker und Lobbyisten, die nur ihr Geld im Hirn haben, lauthals zu wettern und zu rufen, was für Arschlöcher sie doch sind. Gar nichts bringt es uns, weil wir damit beweisen, dass wir unfähig sind, dass wir uns nicht unter Kontrolle haben und uns verhalten, wie Kleinkinder. Damit wären wir übrigens auf dem Niveau mancher Politiker und das muss ja nun mal gar nicht sein. Okay, vllt habe ich mir grade selbst widersprochen, weil ich ja sagte, dass Beleidigen nichts bringt. Okay, auch ich bin nur ein Mensch und kann mir Beleidigungen manchmal nicht verkneifen. Und teilweise finde ich persönlich den Vergleich einfach passend. Denn wer immer nur nach Geld und Macht strebt, ohne dabei Rücksicht auf sein Umfeld und die möglichen Folgen und Risiken zu nehmen, obwohl sie offen vor einem liegen, erweckt bei mir die Vorstellung von einem kleinen Kind, das unbedingt jetzt gerade im Moment sein Spielzeug haben will und deswegen so lange plärrt und weint, bis es das Spielzeug endlich hat. Die Dimensionen sind natürlich andere, aber vom Prinzip her passt es, finde ich. Aber gut, soviel dazu.   

Ich fand es jedenfalls wirklich passend, dass auch gesungen wurde, zumal die Lieder wirklich traurig klangen. Ach ja, eine Schweigeminute für Japan gab es auch. Daran merkt man auch echt, wie ernst die ganze Sache ist. Es haben auch noch eine Studentin und ein Maschinenbauingeneur, der ehemals in einem AKW gearbeitet hat, es aber dann sein gelassen hat, weil es ihm zu gefährlich wurde, ein paar Worte gesagt und auch das, muss ich sagen, find ich ziemlich klasse, dass sie sich einen Mann vom Fach dazu geholt haben. So merkte man auch, dass es seine seriöse Sache war und ein sinnloser Aufmarsch von ein paar Wichtigtuern. Die gibt es ja unter Demonstranten leider oft genug.  

So, hier noch ein paar Sprüche, kurze Lieder, Internetseiten und weitere Termine:  

Wir sind hier!

Wir sind nicht still!

Weil man uns verstrahlen will!  

 

Wir wollen keine Atomkraft 

Wir wollen keine Atomkraft 

Wir wollen keine Atomkraft 

Wir wollen leben, leben,

Lachen wollen wir   

 

Wehrt euch, leistet Widerstand 

Gegen die Atomkraft hier im Land! 

Haltet fest zusammen! 

Haltet fest zusammen! 

Haltet fest zusammen  

Wehrt euch, leistet Widerstand!  

 

Der nächste Demo-Termin ist bald, nämlich am 26,03. in Berlin, Köln und Hamburg. Da sind Großdemonstrationen   

Danach: 09.04. Bundesweiter, dezentraler Aktionstag: Atom-Alarm! 

Anschließend: 25.04. 25 Jahre Tschernobyl! Bundesweite Demonstrationen an 13 AKWs u. a. Biblis  

Petition für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft: www.sofort-abschalten.de  

Ansonsten: www.atomausstieg-selbermachen.de und für Marburger: www.anti-atom-marburg.de    Die Demos werden weitergehen und ich hoffe, die Menschen, die Bürger, das Volk, wie auch immer, lernen etwas daraus, wenn schon nicht die Politiker. Die werfen uns ein paar Brocken hin mit ihrem Moratorium, auf dass wir uns mit ihnen zufrieden geben und bei den Landtagswahlen und natürlich bei der nächsten Bundestagswahl doch wieder die CDU wählen. Ich sage nicht, dass die CDU und alle Atomkraftbefürworter von grundauf unrecht haben, nur sie kapieren nicht, was Sache ist. An sich ist die Kernkraft umweltfreundlich, denn sie produziert kein CO_2. Aber der radioaktiv verstrahlte Müll kann nirgendwo endgelagert werden, das ist bei unserem Planeten einfach nicht möglich. Außerdem dauert es, wenn ein AKW dann mal abgeschaltet wird, über fünfzehn Jahre, um es zurückzubauen, sodass es nicht mehr strahlt. Wissen das die Leute überhaupt? Wer bitte, will sich freiwillig einer solchen Gefahr aussetzen? Was klar ist, ist, dass die meisten Menschen nicht darüber bescheid wissen, wie fehlerhaft unsere Kernkraftwerke waren. Unser Politiklehrer hat uns vergangene Woche ein Protokoll vom AKW Biblis vorgelesen (ich glaub, es war Biblis A, aber ich weiß es nicht mehr genau), von sogenannten meldepflichtigen Ereignissen, sprich Störfällen im AKW von einem Jahr vorgelesen. Es waren an die 65 Fälle. Mal war die Außenhülle vom Reaktor undicht, dann haben die Steuerstäbe nicht richtig funktioniert, dann war ne Pumpe ausgefallen, lauter solche Späße. RWE und Vattenfall haben sich dann gegenseitig der Fahrlässigkeit beschuldigt, na klar, keiner will's gewesen sein, es war immer der andere. An solchen Dingen merkt man schon, wie die Konzerne immer versuchen, alles zu vertuschen, damit die Bevölkerung schön weiter an die Atomkraft glaubt, aber genauso merkt man, wie fehlerhaft die AKWs auch bei uns sind. Da soll mir keiner erzählen, dass da erst ein Erdbeben und ein Tsunami kommen müssen, um das Ding kaputtzumachen, das kann ganz leicht auch so passieren, so fehlerhaft, wie unsere Kraftwerke sind. Übrigens hätte man das mit Fukushima echt vorhersehen können. Das Erdbeben war angekündigt, die Wissenschaftler haben das berechnet, dass genau diese Platten aufeinanderknallen würden, und, da ist es passiert und alle wundern sich. Tja, die japanische Bevölkerung hat jetzt den Schaden und diejenigen, die ihn verursacht haben, sind in Sicherheit. Die Techniker, die da bis zum Schluss im AKW Fukushima geblieben sind, sind so gut wie tot und wer weiß, ob sie freiwillig dort waren. Da soll mir auch keiner erzählen, die Japaner wären ja so unendlich leidensfähig. Und was die Behauptung angeht, das Unglück hätte nur durch das Erdbeben hervorgerufen werden können: Warum baut man dann ein AKW in einer vom Erdbeben bedrohten Region? Was jetzt noch folgt, ist wahrscheinlich noch lange nicht der Gipfel, obwohl es so aussieht: Tepco hatte Protokolle gefälscht, die besagen, dass sie Sicherheitsüberprüfungen des AKWs durchgeführt hätten - und die Regierung wusste davon. Eigentlich hätte man es dem Ministerpräsidenten ansehen können, als er seine Reden hielt, besonders die, kurz nachdem es passiert ist. Man hätte das schlechte Gewissen in seinen Augen sehen können. Mir zumindest kommt es im Nachhinein so vor, als hätte man da etwas sehen können, aber ich will mich nicht damit brüsten, vllt erzähle ich scheiße und den kümmert das nicht.  

Tja, die lieben AKW-Betreiber könnten natürlich ihre Kraftwerke auf Sicherheit überprüfen und immer wieder auf den neuesten Stand bringen lassen. Wäre ja auch in ihrem Interesse, denn wahrscheinlich haben sie selbst wenig Interesse daran, verstrahlt zu werden. Jedoch geht das für sie auf keinen Fall, da, wie uns der Ingeneur gestern auch berichtet hat, für sie die Kraftwerke dann nicht rentabel wäre. Die Reparaturkosten wären ganz einfach zu hoch. Das ist schon ein starkes Stück. Deswegen dürfen wir einfach nicht leise sein und ich hoffe, dass die meisten hier draußen es auch so sehen!   Wenn ich sowas immer mitkriege, kann ich kaum mehr stillsitzen und es kommt mir dann so komisch vor, dass ich einfach weiter mache. Die Schule, die Hausaufgaben, meine Freunde, André, die Band, die Geschichten, die ich schreibe, die Bücher, die ich lese, die Musik, die ich höre, die Dinge, über die ich lache, diejenigen, über die ich mir Sorgen mache, diejenigen, über die ich fuchsteufelswild werde und diejenigen, über die ich traurig bin - alles gleichgeblieben. Ich bin auf eine Demo gegangen und werde, so oft wie möglich, mitgehen. Außerdem versuche ich, meine Freunde zu mobilisieren. Noch nie hab ich so hartnäckig versucht, jemanden von etwas zu überzeugen, aber ich muss es offenbar trotzdem noch üben, denn bisher hat es nichts gebracht. Da gibt es manche, die "ihre Prioritäten woanders setzen im Moment" und die doch tatsächlich dem Irrglauben anhängen, auf Social Networks zu schreiben, wie scheiße man das alles fände, würde ausreichen und sei dasselbe wie eine Demosntration auf offener Straße, sodass der Verkehr schlechter weitergeht und die Anwohner aus ihren Häusern kommen (egal, ob sie jetzt begeistert sind, oder sich beschweren, weil sie ihre Ruhe haben wollen). Klar, auch Social Networks können dazu beitragen, etwas zu verändern, aber sie sind eben nur ein kleiner Teil. Auch öffentliche Demos sind nur ein kleiner Teil, aber ich wage zu behaupten, ein wesentlich größerer als Twitter oder Facebook, das man einfach mal eben wegklicken kann, wenn's einem zu blöd wird. Zuviele glauben, in diesen virtuellen Welten würde sich das reale Leben abspielen. Dem ist aber nicht so. Wenn ich so hier sitze, komme ich mir komisch vor, weil es mich trotzdem nicht sonderlich berührt. Es ist eine Kopfsache, aber ich fühle noch zu wenig. Natürlich fühle ich die Wut darüber, was mit diesen Menschen geschieht und dass hier nichts daraus gelernt wird, aber ich fühle sie nur ganz entfernt, sie ist nicht richtig da. Ganz nah sind der Schulstress und die Angst, dass ich mich zu sehr isoliere. Und dann wieder denke ich, dass sind verdammte Luxusprobleme! Vielleicht will ich die ganze Sache auch nicht zu nah an mich herankommen lassen, weil ich Angst habe, dann die Hilflosigkeit zu stark zu spüren. Wird so eine Demo etwas bewirken? Werden die vielen Demos etwas bewirken? Es ist auf jeden Fall besser, als gar nichts zu tun. Aber bringt es etwas, wenn wir anschließend wieder in unseren gut beheizten Häusern verschwinden? Eigentlich, so denke ich manchmal, eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, mein altes Leben zu beenden und ein neues zu beginnen:  Als Aktivist, der AKWs blockiert und sich mit vielen hundert Leuten und einem Geigerzähler an die Schienen stellt, wenn ein Castor-Zug vorbeifährt. Der immer vorort ist, wenn wieder eine Protestaktion stattfindet, der trotzdem da bleibt, auch wenn die Leute von der Polizei verscheucht werden und der kein Problem damit hat, von einem Wasserwerfer umgeworfen zu werden. Einer, der schlechte Schulnoten in Kauf nimmt, weil er lieber zu Protestaktionen geht und für erneuerbare Energien kämpft und der, wenn es mit dem Abi noch möglich ist, das er schreibt, schließlich Journalist wird, um über alles zu berichten, was er in die Finger bekommt und mit Fakten belegen kann. Aber dann muss man sich wieder fragen, was bringt es, immer nur zu protestieren, immer nur gegen alles zu sein und sein Leben komplett dem Protest zu widmen? Dabei macht man sich selbst nicht glücklich und ich persönlich glaube nicht an die Ethik der Linksextremen, der nach nur die Massen zählen. Jedes Individuum ist wichtig und deshalb darf man nie vergessen, auch auf sich selbst zu schauen. Außerdem muss man immer darauf schauen, was eine Aktion für einen bringt. Auch deswegen bin ich nicht dafür, selbst zu aggressiv zu sein und dadurch noch mehr Aggressivität zu schüren.  

Also bleibe ich, wo ich bin und mache weiter, wie bisher. Aber ich schaue, wo es Demos gibt und was man sonst noch tun kann. Wir mögen in vielen Situationen vielleicht hilflos sein - aber wehrlos sind wir nicht! Wir müssen uns nicht zufriedengeben mit den Lippenbekenntnissen der Politiker sondern können uns weiterhin informieren und protestieren. Eins ist klar, wir dürfen nicht still werden, sondern müssen weiter laut sein. Denn im Moment ist nur eins klar: Sicher ist nur das Risiko!   

So, und damit wir nicht alle in Trauer versinken, ein doofer Witz zum Schluss: "Na klar brauch ich nen Geigerzähler! Ich muss doch wissen, wie viele Geiger in meinem Orchester sind

Einen schönen Feierabend weiterhin!

1 Kommentar 22.3.11 20:56, kommentieren

Mein Laptop...

... ist jetzt schon seit vier Wochen in der Reparatur und langsam nervt's. Hab mich allerdings mittlerweile ganz gut an Andrés Laptop gewöhnt, obwohl da kein Word drauf ist. Wenn ich nur wenigstens Internet hätte. Schließlich hat André mir das Word-Paket hochgeladen, aber ich kann's nicht downloaden, weil die Übertragungsrate in der Schule zu niedrig ist. Scheiße. Aber immerhin hab ich gestern nen Brief von MediaMarkt gekriegt, dass sie zur weiteren Reparatur meiner Mithilfe bedürfen. Also irgendsoein Standardtext. Wollen wir mal schauen, da geh ich jedenfalls heute hin, vielleicht gibt es ja gute Neuigkeiten. Kann natürlich auch sein, dass denen irgendwas passiert ist, aber das glaub ich jetzt erst mal nicht. Wie meinte André gestern: "Ja, Herr S. wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Laptop vom Laster gefallen ist und jetzt irgendwo in der Pampa rumliegt..." Lol! Manchmal frag ich mich schon, was ich ohne meinen Schatz machen würde   Ach ja, die Sache, über die ich im letzten Blogeintrag so vage geschrieben hab (wollte das echt nicht näher ausführen) hat sich geklärt. War ein ganz dummes Missverständnis, was wohl schon auch an mir lag, aber i-wie auch daran, dass "sie" ein echter Gefühlskrüppel ist, sonst wär ihr wahrscheinlich schon längst ein Licht aufgegangen. Will ja hier nicht über sie urteilen, aber das war schon echt ne krasse Sache, so ziemlich jeder andere hätte das vermieden, aber sie hat eben einfach nicht reflektiert, was los war. Naja, ist jetzt auch vorbei, aber ob der Kontakt mit ihr noch mal so gut wird, wie er mal war, wage ich zu bezweifeln. Was solls, sie geht eh weg, dann vermisse ich sie wenigstens nicht so sehr. So, jetzt aber los zu Englisch, ich fang mir sonst gleich den nächsten Anschiss ein. Ciao

1 Kommentar 3.3.11 11:39, kommentieren

Wrong way

Never wanted it come to this 

I hope it gets better again 

Vllt kann man daraus einen Song machen. Wäre auf jeden Fall cool. Hätte nicht gedacht, dass die Situation jetzt doch so komisch wird. Aber wir drei müssen einfach nur über alles reden. Hab ich mir zuviel versprochen? Nein, ganz bestimmt nicht. Ich habe damit gerechnet, dass es jederzeit vorbei sein kann. Aber nicht damit, dass man mich dann nicht mehr respektiert. Wie kann sie glauben, dass es mir nicht ernst war? Und außerdem, wenn es für sie von Anfang an nur ein Spiel war, hätte sie sofort gewusst, wo sie steht und hätte nicht erst "die Situation beobachten" müssen, wie sie es so schön formuliert hat. Ich muss damit klarkommen. Es ist eben so in unserer Gesellschaft, dass bei zwei liebenden Menschen kein dritter Platz hat. Zumindest bei den meisten. Aber das muss wenigstens gleich klar sein. Dann ist es nicht meine Schuld, wenn nicht vernünftig kommuniziert wird. Mit André und mir ist ja trotzdem alles okay, eben, weil wir drüber gesprochen haben. Aber was ist mit den anderen beiden? Wir werden sehen. Ich wollte das nicht. Aber das liegt jetzt auch zum größten Teil in ihrer Verantwortung. Das Gespräch soll endlich zustande kommen. Ich will nicht mehr warten. Das Ganze hängt in der Luft.

1 Kommentar 21.2.11 11:38, kommentieren